OGS -ScharbeutzOstsee-Grundschule ScharbeutzOGS Scharbeutz

Schulprogramm


1. Einleitung / Präambel

"Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern."

(Afrikanisches Zitat)

Unter diesem Leitmotiv stellt sich die Ostsee-Grundschule Scharbeutz (OGS) vor.

In unserem Schulprogramm zeigen wir sowohl unser pädagogisches Konzept als auch die methodischen Schwerpunkte des Lernens und Lehrens auf.

Wir verfolgen dabei das Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu fördern und fordern und zur Selbstständigkeit zu befähigen.

Die Arbeit der Lehrkräfte wird durch eine intensive Mitarbeit der Elternschaft unterstützt.

Das Schulprogramm wird in regelmäßigen Abständen evaluiert und fortgeschrieben.

Das komplette aktuelle Schulprogramm finden Sie hier.

 

2. Bestandsaufnahme

Unsere Schule wurde 1952 in Scharbeutz als Grund- und Hauptschule erbaut.

Die letzte Hauptschulklasse feierte 1998 ihren Abschluss. Die Grundform des Gebäudes wurde im Laufe der Zeit baulich geändert und den Bedürfnissen der Grundschule angepasst. Das Erdgeschoss ist behindertengerecht ausgestattet.
Der OGS steht eine eigene Sporthalle zur Verfügung, die im Jahr 2009 grundsaniert wurde und im Jahr 2017 einen neuen Bodenbelag erhielt.

2.1 SchülerInnen

Die SchülerInnen kommen zum überwiegenden Teil aus den Ostseebädern Scharbeutz und Haffkrug, etwa ein Drittel von ihnen sind Fahrschüler.

Die OGS ist seit dem Schuljahr 1999/2000 eine reine Grundschule mit190 - 200 SchülerInnen, die in acht Klassen unterrichtet werden.

Über folgende Bereiche informiert Sie die Homepage der OGS Scharbeutz www.ogs-scharbeutz.de:

  • Über uns
  • Schulleitung / Kollegium
  • Geschichte der Schule
  • aktuelle Termine
  • Elternbriefe
  • Schulelternbeirat
  • Förderverein
  • Betreute Grundschule
  • Schulleben
  • Galerie

2.2 Gebäude und Ausstattung

Der Gebäudekomplex befindet sich in einem verkehrsberuhigten Bereich, in unmittelbarer Nähe zu Einrichtungen der Gemeinde, die für schulische Belange genutzt werden können, wie Feuerwehr, Gemeindebücherei und zwei Kindergärten.

Die Schulbushaltestelle befindet sich direkt vor der Schule.
Das Gebäude der OGS Scharbeutz ist eingebettet in eine kindgerechte Schullandschaft, die vielfältige Bewegungs- und Spielmöglichkeiten anbietet und zum Lernen anregt. Zur Verfügung stehen neben einem gepflasterten Pausenbereich, eine große Rasenfläche mit zwei Fußballtoren, diverse Spiel- und Klettergeräte sowie ein Sandkasten.

Das Schulgelände bietet zudem Möglichkeiten, den Unterricht im Freien stattfinden zu lassen. Außerschulische Lernorte wie Strand oder Wald sind zu Fuß, andere kulturelle Einrichtungen sind bequem mit der Bahn zu erreichen.

2.2.1 Räumlichkeiten

Neben den Klassenräumen verfügt unsere Schule über:

  • einen PC-Raum mit Internetzugang an 26 Plätzen, Beamer und Speichermöglichkeiten auf dem Schulserver
  • eine Schulküche
  • eine Schülerbücherei
  • DaZ-Raum
  • zwei Räume für die Betreuten Grundschule
  • einen Medienraum zur Aufbewahrung von Lehrmaterialien
  • eine Sporthalle, die neben dem Sportunterricht auch als Mehrzweckhalle dient
  • eine Tartanbahn und eine Weitsprunganlage
  • Sportplatz

2.2.2 Lern- und Lehrmittel

Im Bereich der Lern- und Lehrmittel und weiteren sächlichen Ausstattungen ist die Ostsee-Grundschule durch die Unterstützung des Schulträgers gut ausgestattet.

 

2.3 Schulische Ergebnisse

2.3.1 Vergleichsarbeiten (VERA)

VERA (länderübergreifende Vergleichsarbeiten der 3. Klassen in den Fächern Deutsch und Mathematik) wird im Frühjahr eines jeden Jahres durchgeführt.

Nach Auswertung und Bekanntgabe der Ergebnisse durch die Universität Landau werden diese in der Fachkonferenz diskutiert und Konsequenzen für die weitere Qualitätssteigerung der schulischen Arbeit gezogen.

Die Eltern werden über das Verfahren und den Leistungsstand ihres Kindes informiert und erhalten die Möglichkeit, Einsicht in die Arbeiten ihrer Kinder zu nehmen.

2.3.2 Qualität der internen schulischen Arbeit (EVIT)

EVIT (Externe Evaluation im Team) fand bisher alle vier Jahre durch die Schulaufsicht statt.

Ziel des EVIT-Berichtes ist es, die Ergebnisse der externen Evaluation darzustellen. Die vorrangigen Stärken der evaluierten Schule werden aufgezeigt. Hinweise zu gegebenenfalls erforderlichen Veränderungen sowie Impulse zu Schwerpunkten der Weiterentwicklung formuliert.

Die Schulleitung informiert die Gremien der Schule (Schulkonferenz und Schulelternbeirat) und den Schulträger über die Ergebnisse der Evaluation.

Aus den Zielvereinbarungen des EVIT-Berichtes ergeben sich Impulse für die weitere Entwicklung der Schule.

 

3. Pädagogische Arbeit

Wenn die Kinder an die Ostsee-Grundschule kommen, bringen sie ihre eigenen Erfahrungen, Interessen und Fähigkeiten mit. Unser Ziel ist es, die Kinder auf ihrem Weg zu einer verantwortungsbewussten, sozial kompetenten und aufgeschlossenen Persönlichkeit zu begleiten. Um das zu erreichen, legen wir Wert auf ein soziales, gewaltfreies Miteinander, welches von Vertrauen geprägt ist.

Unser Ziel ist erreicht, wenn die SchülerInnen "das Lernen gelernt" haben und ihren weiteren Weg selbstbewusst, neugierig und mit Lernfreude beschreiten können.

Für die Unterrichtsgestaltung stehen die unterschiedlichen Lernfähigkeiten und Lernbedürfnisse der Kinder im Vordergrund.

3.1 Vorbereitung auf die Schule

Die Ostsee-Grundschule strebt eine optimale Vorbereitung der zukünftigen Schulkinder an.

In diesem Zusammenhang wird bereits ein Jahr vor der eigentlichen Einschulung im Rahmen des Projektes "Erfolgreich starten" das gegenseitige Kennenlernen angebahnt. Dieser Kontakt wird durch eine Lehrkraft der OGS mit den drei umliegenden Kindergärten (AWO Scharbeutz, Evangelischer Kindergarten Scharbeutz, KiKo Haffkrug) durch einen regelmäßigen Besuch bis zu den Herbstferien hergestellt. Danach können die zukünftigen Erstklässler in speziell auf sie abgestimmten Stunden ihre ausgewählte Schule und den Schulalltag im dreiwöchigen Rhythmus kennen lernen.

3.2 Eingangsphase

Als Eingangsphase werden die Schulstufen 1 und 2 bezeichnet.

Für die SchülerInnen besteht grundsätzlich die Möglichkeit, diese in ein, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen, wobei das dritte Jahr nicht auf die Schulbesuchszeit angerechnet wird.

In diesen beiden Jahren werden die Leistungen der Kinder in Form eines tabellarischen Zeugnisses verbal beurteilt.
Unsere Grundschule hält an dem Prinzip fest, Jahrgangsklassen einzurichten.

3.3 Klassenstufe 3 / 4

Auch in den Klassenstufen 3 und 4 halten wir am Prinzip der Jahrgangsklassen fest.

Ab Klassenstufe 3 werden die Leistungen der SchülerInnen in den einzelnen Fächern benotet. Das Zeugnis besteht dann zum einen aus einer Notenübersicht der Fächer und zum anderen aus einem tabellarischen Raster über die verbale Beurteilung der Selbst-, Methoden- und Sozialkompetenz.

In der vierten Klasse wird nach dem 1. Halbjahr eine Schulübergangsempfehlung ausgesprochen.

3.4 Förderkonzept

3.4.1 Individuelle Förderung / Forderung durch die Grundschule

Im Klassenverband werden die SchülerInnen durch die jeweilige Lehrkraft individuell gefördert und gefordert. Zusätzlich ist je nach Lehrerstundenzuweisung durch das Schulamt in einigen Stunden durch eine weitere Lehrkraft (Teambildung) in den Fächern Mathematik und Deutsch eine gezielte Arbeit in Kleingruppen möglich.

Wir bieten individuelle Förderung im Klassenverband als auch klassenübergreifendes Unterrichten in Kleingruppen z.B. DaZ, Förderunterricht Deutsch und Mathe, LRS an. Lernpläne dienen bei Schwierigkeiten in allen Hauptfächern der Einzelförderung innerhalb einer Klasse.

Förderschwerpunkte bei einzelnen Kindern werden von dem jeweiligen Klassenlehrer in der Diagnostik vorbereitet (Für die weitere Arbeit wird unsere Schule in den Schwerpunkten Sprache und Lernen durch das Förderzentrum aus Bad Schwartau unterstützt.).

3.4.2 Kooperative Förderung durch Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum (Schule am Hochkamp, Bad Schwartau)

Unterschieden wird zwischen präventiver und integrativer Förderung.

Präventive Förderung

Ziele:

  • Unterstützung bei der Ausgestaltung der veränderten Eingangsphase
  • Vermeidung sonderpädagogischen Förderbedarfs ohne frühzeitige Festlegung
  • Beratung von Regelschulkolleginnen / -kollegen
  • Förderung der von sonderpädagogischem Förderbedarf bedrohten Kindern

Förderbereiche:

  • Schriftspracherwerb
  • Mathematik
  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Sprache
  • Bewegung
  • Wahrnehmung

Integrative Förderung

Ziel:

  • Gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne festgestelltem Sonderpädagogischen Förderbedarf nach dem Prinzip "So viel Integration wie möglich, so wenig Separation wie nötig"
  • Erfüllung der im Sonderpädagogischen Förderplan festgelegten Maßnahmen in den Stunden durch
  • personelle Differenzierung
  • materielle Differenzierung
  • von Grund- und Sonderschullehrkraft gemeinsam geplanten Unterricht

Förderbereiche:

  • Sprache
  • Lernen
  • Emotionale und soziale Entwicklung

3.5 Weitere Grundsätze der pädagogischen Arbeit

  • Zeugnisgespräche
    Zweimal im Jahr werden die Leistungen in einem ausführlichen Gespräch mit den Eltern und dem Kind erläutert.
  • Kinder- und Jugendbücher
    Jeder Klasse steht unsere Bücherei mit einer großen Auswahl an Kinder-, Jugend- und Sachbüchern zur Verfügung.
  • Patenschaften
    Um den Schulanfängern den Schulalltag zu erleichtern, werden ihnen Paten der vierten Klassen zur Seite gestellt.
  • Pausenzeiten
    Unser Schultag ist durch vier große Schulhofpausen gegliedert. Aufgrund der Gestaltung des Schulhofes (Ruhebänke, Fußballplatz, große Sandkiste, viele Spielgeräte) wird eine bewegungsreiche Pause ermöglicht.
  • Schulrituale
    • Einschulungsfeier mit Gottesdienst
    • Walderlebnistag (4. Klassen)
    • Fahrradprüfung (4. Klassen)
    • Gemeinsames Adventsbasteln
    • Adventssingen
    • Besuch von Weihnachtsmärchen
    • Sommerfest (alternierend)
    • Vorhabenwochen (alternierend)
    • Faschingsfeier
    • "Schule liest vor"
    • Autorenlesungen
    • Bundesjugendspiele
    • Spaßolympiade (alternierend)
    • Schulinterne Theater- und Musikvorführungen
    • Ernährungsführerschein

Darüber hinaus finden während des ganzen Jahres Klassenfeste der einzelnen Klassen, Klassenfahrten, Unterrichtsgänge und Ausflüge statt.

3.6 Prävention

Seit vielen Jahren führt die OGS verschiedene Programme zur Gesundheitsförderung, Suchtvorbeugung und Gewaltprävention in der Grundschule durch. Fachleute aus den Bereichen Gesundheit und Pädagogik führen in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften diese Projekte durch.

Zusätzlich wird mit verschiedenen Institutionen (Polizei, Kindergärten, Kirche, Schulpsychologen, Feuerwehr, Jugendamt, Medienberater) zusammengearbeitet.

Außerdem wird der Anteil der schulsozialpädagogischen Arbeit zunehmend sowohl stundentechnisch als auch inhaltlich ausgebaut.

3.6.1 Konzept der Gewaltprävention an der Ostsee-Grundschule

  1. Grundlegendes
    "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
    An der Ostsee-Grundschule wird dieser Grundsatz aus dem Grundgesetz bewusst umgesetzt. Dazu zählt, dass alle Kinder, unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, ihrer Herkunft... die gleichen Rechte und Pflichten haben.

    Grundschulkinder müssen ihre eigene Position im Umgang mit anderen jedoch noch finden und festigen. Sie verfügen noch nicht über soziale Routine, die ihnen hilft, Diskrepanzen zwischen eigenen Wünschen, Vorstellungen und Erwartungen und dem tatsächlichen Verhalten anderer gelassen zu verarbeiten. Ihre Bedürfnisse nach emotionaler Zuwendung, nach Gewissheit und Sicherheit machen sie empfindlich für Enttäuschung und Zurückweisung.

    Hier möchte unsere Grundschule hilfreich eingreifen, denn Missverständnisse und ungeklärte bzw. unverstandene Enttäuschungen im Umgang miteinander belasten nicht nur das einzelne Kind, sondern auch das soziale Klima in der Klasse.

    Der Eindruck, ungerecht behandelt oder missverstanden zu sein, fördert Enttäuschung und schließlich Aggression. Enttäuschungen sind somit als Quelle von Aggression anzusehen.

    Wir greifen an unserer Schule präventiv ein, um Gewalt zu verhindern. Deshalb sollten alle pädagogischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, Schüler zu befähigen, ihr Selbstwertgefühl zu entwickeln, ihren Lebensmut zu fördern, sie zu aktiver und kreativer Lebensgestaltung zu motivieren und sie konfliktfähig für die Bewältigung schwieriger Lebensphasen zu machen. Diese Fähigkeiten, die einen angemessenen Umgang mit den Mitmenschen als auch mit Problemen und Stresssituationen ermöglichen, sind bedeutsam für die Stärkung der psychosozialen Kompetenz. Diese rückt daher in die Nähe von anderen wichtigen Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen.
  2. Erscheinungsformen von Gewalt
    Man unterscheidet die subtile Gewalt, die verbale und die physische Gewalt.

    Da es sich hier um Gewaltprävention handelt, liegt unser Schwerpunkt bei der subtilen Gewalt. Eine Form davon ist das "Mobbing". Mobbing ist eine spezielle Form von Gewalt. In der Schule bezieht es sich auf Interaktionen, in denen mindestens ein Schüler als Initiator der negativen Handlung und ein Schüler als Empfänger beteiligt sind. Es ist eine Gewaltform, die sich gegen einzelne in der Klasse richtet und bezeichnet schikanöse Attacken durch einen oder mehrere Angreifer, die auf ein Opfer gerichtet sind, das viel schwächer als der oder die Angreifer ist.

    Kinder erleben in Gruppen häufig soziale Probleme. So kann es passieren, dass einzelne Kinder regelmäßig körperlichen und verbalen Angriffen ("Hänseleien") ausgesetzt sind. Solche Erfahrungen haben für diese Kinder schwerwiegende Konsequenzen: geringes Selbstwertgefühl, Leistungseinbrüche, psycho-somatische Beschwerden.
  3. Präventionsmaßnahmen an unserer Schule
    Wenn ein Kind sich in der Schule nicht wohl fühlt, kann es nicht erfolgreich lernen. Kinder brauchen in der Schule ein Klima, das von Achtung und Wertschätzung gegenüber anderen Menschen geprägt ist.

    Sich darum zu bemühen, Beweggründe und Sichtweisen des anderen zu erfahren und im eigenen Handeln zu berücksichtigen, ist eine Voraussetzung für die Anerkennung anderer Menschen. Die für diese Anerkennung und auch für die Verständigung wichtige Fähigkeit, Perspektiven anderer zu berücksichtigen, erweitert sich gerade im Grundschulalter und lässt sich in der Schule fördern. Es werden Muster gewaltfreier Kommunikation und alternative Reaktionen ausprobiert und ihre Wirkung beobachtet. Damit sollen neue Handlungsmöglichkeiten geübt werden. Die SchülerInnen sollen die Fähigkeit erlangen, Konflikte selbstständig zu lösen, also Gewalt vorzubeugen. Es soll anhand von unterschiedlichsten Übungen und Rollenspielen eine Haltung von Anerkennung gegenüber dem anderen geschaffen werden.

    Wir wollen die SchülerInnen, Eltern und Lehrer dabei unterstützen, den Umgang der Achtsamkeit zu fördern, um Gewalt in jeder Form vorzubeugen.

    Wichtig ist, dass in der Klasse ein Klima besteht, bei dem sich jeder wohl fühlt und dass Kinder den Wert eines guten Lernklimas schätzen lernen und sich somit aus ihrem eigenen Interesse heraus dafür einsetzen, dass dieses weiterhin so bleibt.

3.7 Verlässlichkeit

An allen Grundschulen in Schleswig-Holstein wird die Verlässlichkeit durchgeführt. Es ist an der Ostsee-Grundschule garantiert, dass die Kinder jeden Tag in der Kernzeit von 8.15 Uhr bis 12.15 Uhr in der Schule unterrichtet werden.

Abhängig von dem Stundenkontingent der einzelnen Klassenstufen kann der Schultag bereits um 7.40 Uhr beginnen und/oder erst um 13.15 Uhr enden. Die Verlässlichkeit an der OGS wird allein durch Unterricht und Kurse gewährleistet.

Darüber hinaus bietet die Gemeinde kostenpflichtig eine Betreuung der Kinder in der Zeit von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr sowie von 12.15 Uhr bis 16.00 Uhr in unserer Schule an.

Die Betreuungszeiten (wahlweise mit Mittagessen) können individuell in Anspruch genommen werden.

 

4. Lehren und Lernen

4.1 Leitideen

Die Schulkinder stehen im Mittelpunkt aller Bemühungen.

Kein Kind darf zurückgelassen werden. Wir orientieren uns daher am Kind und versuchen, seine individuellen Ansprüche mit den gestellten Anforderungen in Einklang zu bringen.

Wenn die Kinder an die Ostsee-Grundschule kommen, haben sie ihre ganz eigenen Interessen, Fähigkeiten und auch Schwächen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen, Lernfähigkeiten und Lernbedürfnisse einzugehen.

Alle Kinder werden durch innere und äußere Differenzierung so individuell wie möglich gefördert und gefordert.

Jeder soll die Unterstützung und Hilfe bekommen, die er benötigt. Dafür organisieren wir das Lehren und Lernen in den folgenden Strukturen, die unter 4.2 aufgeführt sind.

4.2 Unterricht

4.2.1 Unterrichtsorganisation

Die beiden Hauptfächer Mathematik und Deutsch werden grundsätzlich von zwei Lehrkräften unterrichtet, die als Team die Klasse führen und sich untereinander kontinuierlich austauschen und ggf. gemeinsame Eltern- und Zeugnisgespräche führen.

Darüber hinaus gibt es zurzeit Doppelbesetzungen durch zwei Lehrer in einer Klasse in den Hauptfächern Mathematik und Deutsch. Die Anzahl der doppelt besetzten Stunden wird jährlich je nach Lehrerstundenzuweisung durch das Schulamt und Bedarf der einzelnen Klassen vergeben.

Die Lehrkräfte der Parallelklassen arbeiten so eng wie möglich zusammen.

4.2.2 Unterrichtsgestaltung und -methoden

Wir leiten die Kinder an unserer Schule zum selbstständigen Arbeiten (Eigeninitiative, Verantwortung und Teamarbeit) an. Dabei werden die Schüler mit Möglichkeiten der Informationsbeschaffung vertraut gemacht und erwerben inhaltliches Wissen über viele Bereiche der Lebenswirklichkeit.

Wir fördern entdeckendes Lernen, handlungsorientiertes Arbeiten mit vielen Sinnen und das Transferieren auf andere Bereiche.

Fächerübergreifendes Lernen fließt in vielen Bereichen in unseren Unterricht ein, um den Unterrichtsstoff thematisch ganzheitlich und in Zusammenhängen zu erfassen.

Das individuelle Fördern und Fordern erreichen wir durch Binnendifferenzierung (z. B. individuelle Pläne, Stationsarbeiten, Lerntheken, Wochenpläne) im Unterricht und die Bildung von Kleingruppen. Es ist selbstverständlich, dass das Klassenlernprinzip besteht. Dazu gehört immer auch der lehrerzentrierte Unterricht.

Eine höhere Methodenkompetenz von Seiten der SchülerInnen ermöglicht es den Lehrkräften, zudem stärker binnendifferenziert zu unterrichten. Zugleich wird im binnendifferenzierten Unterricht eine Vielfalt an Aufgaben angeboten, die es den Kindern ermöglicht, in Einzel-, Partner-, Gruppen- und Klassenarbeit ihre Methodenkompetenz kennen zu lernen und zu erweitern.

Zur intensiven Entwicklung der Methodenkompetenz arbeitet die OGS mit dem neu entwickelten "Methodencurriculum".

Bei diesem Lernkonzept steht die Befähigung der SchülerInnen, verschiedene methodische Kompetenzen zu erlernen, um eigenverantwortliches Arbeiten zu ermöglichen, im Vordergrund. In Trainingsspiralen werden Methoden, wie z.B. Richtiges Abschreiben, Referate, Präsentationen, Mind Map, Markieren, Erklären, Berichten, Teamarbeit... erarbeitet, die in themenorientierten Lernarrangements angewendet und genutzt werden.

Das Lernkonzept wird fächerübergreifend unterrichtet und in allen Klassenstufen durchgeführt. Die Klassenstufen 1/2 sowie 3/4 werden mit altersangemessenen Themen und Anforderungen versorgt.

Von weiterführenden Schulen erhielt die OGS positive Rückmeldung über die Methodenkompetenzen ihrer ehemaligen SchülerInnen.

4.3 Arbeit mit individueller Förderung

Für bestimmte Kinder werden Lernpläne, entsprechend dem Lernplan-Erlass vom 01.08.2003, erstellt, in denen ganz individuelle Ziele festgeschrieben und erfüllt werden sollen. Die jeweiligen Lehrkräfte besprechen diese Lernpläne mit dem Kind und den Eltern.

Mit diesen Kindern führen wir je nach Bedarf differenzierte Lernzielkontrollen durch.

In den Klassenstufen 1 und 2 finden momentan je eine Wochenstunde Förderunterricht Deutsch und Mathe und in Klasse 3 und 4 je eine Wochenstunde Lese- und Rechtschreibförderung (LRS) statt.

Ebenso erteilen wir Kindern mit Migrationshintergrund in allen Klassenstufen zusätzliche Wochenstunden Deutsch als Zweitsprache (DaZ).

4.4 Schulinternes Fachcurriculum

An der Ostsee-Grundschule werden für die Fächer Mathematik, Deutsch, HWS und Englisch Fachcurricula entwickelt, in denen festgeschrieben wird, welche Inhalte zu welchen Zeitpunkten behandelt sein müssen. Die Art und die Anzahl der Leistungsnachweise werden hier bestimmt.

4.5 Nutzung von Diagnoseverfahren, Vergleichs- und Parallelarbeiten

Bereits seit der Einführung der Vergleichsarbeiten (VERA) nimmt die Ostsee-Grundschule an diesen bundesweiten Tests teil. Zurzeit gibt es in der Grundschule einen VERA-Test für die Jahrgangsstufe 3 in den Fächern Mathematik und Deutsch.

Im ersten Halbjahr der Klassenstufe 4 findet ein Diagnoseverfahren (DRT4) zur förmlichen Feststellung der Legasthenie statt.

4.6. Fächerkanon

Die Besonderheiten in unserem Fächerkanon sind momentan:

  • Textiles Werken in Klasse 3
  • Technisches Werken in Klasse 3 und 4
  • 6 Wochenstunden Deutsch in Klasse 1-4
  • 6 Wochenstunden Mathematik in Klasse 1
  • Schwimmunterricht 3. Klasse
  • Theater-AG in Klasse 3
  • Doppelbesetzungen
     

4.7. Zusätzliche Lernangebote

Da sich die OGS in unmittelbarer Strandnähe befindet, nimmt der Schwimmunterricht einen besonderen Stellenwert ein. Die SchülerInnen erhalten in der Klasse 3 je für ein halbes Jahr Schwimmunterricht.

Im Sportunterricht bereiten wir die Kinder unter anderem darauf vor, das Deutsche Sportabzeichen sowie das DLV-Laufabzeichen abzulegen.

In der heutigen Zeit bekommt die mediale Kompetenz einen sehr hohen Stellenwert. In unserem  PC Raum geben wir den Kindern an 26 Einzelplätzen die Möglichkeit, schon ab Klassenstufe 1 zunächst den Umgang mit Hard- und Software kennen zu lernen. Ab Klassenstufe 3 erlernen die Kinder ein Textverarbeitungsprogramm sowie ein Tabellenkalkulationsprogramm. Des Weiteren nutzen die Kinder das Internet zur Informationsbeschaffung für die zu behandelnden Themen.

Jedes Halbjahr wird ein Belegungsplan für den PC-Raum erstellt, der es jeder Klasse ermöglicht, diesen mindestens zweimal pro Woche zu nutzen.

Wann immer es uns möglich ist, versuchen wir außerschulische Lernorte mit in unseren Unterricht einzubeziehen, um ihn handlungsorientierter und anschaulicher zu gestalten.

Das war bisher unter anderem:

  • Fledermausnachtwanderung mit dem Förster
  • Besuche der Gemeindebücherei
  • Walderlebnistage
  • Strandspaziergänge
  • Planetariumsbesuche
  • Rochenaufzucht in Zusammenarbeit mit dem Sea-Life-Center
  • Theaterbesuche
  • Umwelthaus
  • Stadtführung Lübeck
  • Besichtungen historischer Gebäude
  • Besuch der evangelischen Kirche Scharbeutz
  • Präsenzbücherei

 

5. Mitwirkung und Zusammenarbeit

5.1 Schülermitwirkung

Die SchülerInnen der OGS Scharbeutz werden aufgefordert, ihr Schulleben aktiv mitzugestalten und so die Gemeinschaft positiv zu stärken.

Hierzu tragen im Besonderen die Arbeitsgemeinschaften bei. Es gibt eine Theater-AG. Hier werden  Musik- und Theaterstücke aufgeführt, welche der gesamten Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft vorgeführt werden.

Die einzelnen Klassen wählen ihre Klassensprecher, welche die Interessen der SchülerInnen vor Eltern und Lehrern vertreten. Klasseninterne Entscheidungen werden im Klassenrat diskutiert. In jeder Klasse gibt es Klassendienste (Klassenbuchdienst, Tafeldienst, Ordnungsdienst), die von den SchülerInnen ausgeführt werden sollen, um ihr Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft zu stärken und die Selbstständigkeit zu fördern. Die vierten Klassen übernehmen in jedem Jahr die Patenschaften für die ersten Klassen.

Jeder Viertklässler übernimmt hier die Verantwortung für einen Erstklässler und begleitet diesen ganz besonders in der ersten Phase der Eingewöhnung in den Schulalltag.

5.2 Einbeziehung der Eltern

Die OGS Scharbeutz arbeitet traditionell eng mit der Elternschaft zusammen.

Neben den vom Gesetz geforderten Gremien (Elternvertreter, Elternbeirat) gibt es einen Förderverein, der sich aus einer Elterninitiative gegründet hat.

Dieser unterstützt die Arbeit der Lehrer und SchülerInnen mit finanzieller Hilfe, aber auch durch Arbeitseinsatz.
Die Schulhofgestaltung, Autorenlesungen und die Bestückung der Pausenkisten und aktuell anfallende Anschaffungen werden vom Förderverein mitfinanziert. Feste und Feiern (Einschulungsfeier, Spaßolympiade, Flohmärkte, Projektwochen, Bundesjugendspiele, Sommerfest, Schwimmunterricht usw.), die die gesamte Schule betreffen, werden gemeinsam vom Elternbeirat, Förderverein und Lehrerschaft vorbereitet, gestaltet und durchgeführt. Auch in den einzelnen Klassen herrscht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Elternvertretern und der Lehrerschaft.

Uns ist der stetige Austausch mit den Eltern wichtig, um stets über den Entwicklungsstand der Kinder auf dem Laufenden zu sein. Durch gemeinsam initiierte Aktionen und Feste (Frühstück, Adventsbasteln, Wandertage, Ausflüge, Klassenfeste) in den einzelnen Klassen, schaffen wir unter Einbeziehung der Eltern eine vertrauensvolle Atmosphäre, die eine effektive Kommunikation ermöglicht.

So sind die Eltern an der OGS Scharbeutz ein unverzichtbarer Teil des Schullebens, da sie durch ihren aktiven Einsatz vieles ermöglichen.

 

6. Ausbildungskonzept der Ostseegrundschule Scharbeutz

Allgemeines

An der Ostseegrundschule Scharbeutz gehört es seit vielen Jahren zur Tradition, junge Lehrkräfte nach Abschluss des ersten Staatsexamens auszubilden und auf das zweite Staatsexamen vorzubereiten.

Im Kollegium können wir auf eine langjährige Erfahrung in der Lehrerausbildung zurückgreifen. Komplettiert wird die Ausbildungskompetenz dadurch, dass wir ebenfalls regelmäßig Studentinnen und Studenten im Rahmen von allgemeinen Schulpraktika betreuen.

Als Grundlage für dieses Ausbildungskonzept dient jeweils die neueste Fassung der Landesverordnung über die Ordnung des Vorbereitungsdienstes und die zweite Staatsprüfung der Lehrkräfte - OVP -. Die dort beschriebenen Bildungs- und Ausbildungsstandards stellen die Grundlage und den Bezugsrahmen für die Lehrer/innen in Ausbildung, die Ausbildungslehrkräfte und die Schulleitung dar. Darüber hinaus gelten die Beschlüsse der Schulkonferenz und die Vereinbarungen im Schulprogramm als verbindliche Vorgabe.

Zurzeit können wir in den Fächern Deutsch, Mathematik, HWS, Sport und ev. Religion ausbilden.

Die Lehrkraft in Ausbildung (LiA) ist gleichberechtigt in das Kollegium und das gesamte Schulleben eingebunden.

Aufgaben der Lehrkräfte in Ausbildung (LiA)

  • Die LiA erteilen im Durchschnitt wöchentlich 10 Std. eigenverantwortlichen Unterricht in den studierten Fächern.
  • Die LiA hospitieren pro Fach 1 Std. in der Woche, 1 Std. erteilen sie Unterricht unter Anleitung.
  • Die Ausbildungslehrkräfte hospitieren pro Fach 1 Std. bei den LiA. Für diese Hospitationsbesuche fertigen die LiA eine Verlaufsskizze an.
  • Die LiA nehmen an den Konferenzen teil.
  • Die LiA sind gleichberechtigt eingebunden in das Kollegium und das gesamte Schulleben.
  • Die LiA nehmen während der Ausbildungszeit mindestens 2x an der Schulkonferenz als Gäste teil.
  • Die LiA beteiligen sich aktiv am Schulleben, bringen ihre Kompetenzen mit ein und gestalten Schul- und Unterrichtsentwicklung mit.
  • Die LiA führen im Rahmen ihrer Unterrichtsverpflichtung Pausenaufsichten durch.
  • Die LiA sind für den eigenen Unterricht verantwortlich, die Übernahme einer Klassenleitung ist grundsätzlich möglich und auch gerne gesehen.
  • Die LiA informieren die Ausbildungslehrkräfte über den Stand der Ausbildung (z.B. Belegung von Modulen, Anfertigungen von Hausarbeiten).
  • Das Portfolio führen die LiA selbstständig.
  • Die LiA führen Elterngespräche eigenverantwortlich und nehmen an den Elternabenden als Fachlehrkräfte teil. Außerdem sind sie bei den Zeugnisgesprächen im Team anwesend.
  • Die LiA wird pro Schulhalbjahr in jedem Fach einmal von der Schulleitung im Unterricht besucht. Dafür fertigt sie eine Unterrichtsvorbereitung an.

Aufgaben der Ausbildungslehrkräfte (AL)

  • Die Ausbildungslehrkräfte geben Hilfestellungen bei den ersten Schritten im Schulalltag.
  • Sie unterstützen bei Problemen mit SchülerInnen, Eltern und beraten die LiA in fachdidaktischen und pädagogischen Fragestellungen. Grundlage hierfür ist die OVP.
  • Die AL bieten Hilfen bei der Unterrichtsplanung, bei der Elternarbeit und bei den Elterngesprächen an.
  • Pro Unterrichtsfach findet 1x wöchentlich ein Unterrichtsbesuch der AL statt. In diesem Zusammenhang erfolgt ein Beratungsgespräch über den erteilten Unterricht.
  • Zu Beginn der Ausbildung und dann alle 6 Monate finden Orientierungsgespräche mit den einzelnen Ausbildungslehrkräften und mit den LiA statt. Hierbei sollen der Ablauf der Ausbildung besprochen, die schulischen Rahmenbedingungen erläutert und Ziele und Schwerpunkte formuliert und überprüft werden. Darüber ist jeweils ein Protokoll zu erstellen.
  • Die AL unterstützen die LiA bei der Dokumentation ihrer Ausbildung im Portfolio.

Aufgaben der Schulleitung

  • Die Schulleitung besucht die LiA in jedem Schulhalbjahr 1x im Beisein der Ausbildungslehrkraft in jedem Fach und verschafft sich so einen fortlaufenden Eindruck von der Arbeit und der Entwicklung der LiA.
  • Am Ende der Ausbildung erstellt die Schulleitung eine dienstliche Beurteilung über die Eignung und Leistung der LiA.
  • Die Schulleitung hält ständig Kontakt zu den Ausbildungslehrkräften und sorgt für gute stundenplantechnische Voraussetzungen für Hospitations- bzw. Besprechungsstunden der LiA mit ihren Ausbildungskräften.
  • Die Schulleitung steht für Beratungen und Gespräche mit den LiA zur Verfügung.
  • Die Schulleitung ist Ansprechpartner der LiA in schulrechtlichen Fragen.
  • Nach Rücksprache mit den Ausbildungslehrkräften gibt die Schulleitung nach dem ersten Ausbildungsjahr eine Rückmeldung zum Leistungsstand.
  • Die Schulleitung bleibt während der gesamten Dauer der Ausbildung Dienstvorgesetzter der / des LiA. Sie schreibt die Dienstliche Beurteilung und nimmt an der Zweiten Staatsprüfung teil.
  • Die Schulleitung kann Teile ihrer Aufgaben an die Ausbildungslehrkräfte delegieren.

(gemäß Beschluss der Schulkonferenz vom 14.11.17)

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